Worum geht’s?
Ein aktueller Bericht auf Smartup‑News (13. August 2025) zeichnet ein Szenario, in dem KI‑Systeme bis zu 50 Prozent klassischer Einstiegsbürojobs bereits bis 2030 verdrängen könnten: Uni-Abschluss bald wertlos? KI ersetzt Jobs für Berufseinsteiger. Besonders betroffen seien Jobs mit Wissensaufgaben in IT, Recht, Finanzen, Beratung – einstige klassische Startfelder für Hochschulabsolvent:innen.
Was bedeutet das für uns?
Erstmal etwas Abstand zur Headline. Geisteswissenschaftler:innen werden nicht explizit erwähnt. Außerdem starten sie nach dem Abschluss ohnehin oft langsamer als Absolvent:innen anderer Fächer, was u.a. an den unterjährigen, individuellen Prüfungsterminen der wissenschaftlichen Studiengänge liegt.
Also Alarm off? Es lohnt, genauer darüber nachzudenken, was KI unter Druck setzt, unabhängig vom Fachprofil. Routineaufgaben wie Recherchen, Textanalysen, Präsentationen erstellen sind oft Einstiegstätigkeiten, und sie laufen Gefahr, automatisiert zu werden. Komplexe oder hochspezialisierte Aufgaben und Inhalte allerdings übernimmt KI in der Regel nicht, auch wenn sie sie begleitet und transformiert. Es lohnt also vermutlich, stärker auf Spezialisierung zu setzen als auf Routinen, Anpassungsfähigkeit und Generalismus – letztere sind leichter maschinell abzubilden.
