
Oscar Wilde (zugeschrieben)
„Wenn du das Buch, das du brauchst, nicht findest, musst du es selbst schreiben.“
Mit Klug, aber arm? habe ich genau das getan: ein Buch geschrieben, das ich selbst gebraucht hätte – und das ich als Selbstständige immer wieder brauche.
Geldthemen trenden seit Jahren. Also habe ich gesucht.
Ich habe mich breit informiert, viel gelesen, viel ausprobiert und mich auf alles eingelassen, was irgendwie nach Orientierung aussah: ETF-Ratgeber, Fördermittelseminare, ein Infotag bei der DVAG, ein Millionärin-von-Nebenan-Programm, Finanzberatung, Geldcoaching.
Ich möchte nichts davon schlechtreden. Jedes dieser Formate war in seiner Logik sinnvoll, jedes hat mir etwas beigebracht, und vieles hat meinen Horizont erweitert. Und vor allem habe ich tolle Menschen kennengelernt.
Aber gleichzeitig habe ich gemerkt:
- Vieles davon passte nicht zu den Spezifika meines Lebens.
- Und innerhalb meiner geisteswissenschaftlichen Peer war ich damit merkwürdig allein.
Unregelmäßige Einnahmen, Lehraufträge, Projektlogiken, Promotions- und Denkzeiten ohne direkte Monetarisierung, freie Wissensarbeit, Familienphasen, Care-Verantwortung, Selbstständigkeit mit wechselnden Aufträgen – all das findet in klassischen Finanzformaten kaum statt. Dort geht man oft von linearen Karrieren, festen Gehältern und klaren Systemen aus. Oder digitalbasierten, skalierenden Modellen.
Was aber, wenn die eigene Realität keiner dieser Strukturen folgt? Dann schreibe ich das Buch, das ich brauche, eben selbst.
Worum es in diesem Band geht
Klug, aber arm? ist Band 4 der Brotgelehrte-Reihe, aber thematisch ein Sonderband: eine Verbindung aus Reflexion, Analyse und sehr konkreten, praxistauglichen Routinen für Menschen, deren Beruf geistige Arbeit ist – und deren Einkommen nicht automatisch mit ihrer Bildung Schritt hält.
Es ist kein klassischer Finanzratgeber. Es ist ein Buch für Menschen, die:
- komplex denken,
- unregelmäßig verdienen,
- viele parallele Rollen haben,
- und sich in den üblichen Geldratgebern nicht wiederfinden.
Also für alle, die Denkkraft zum Beruf gemacht haben – und trotzdem das Gefühl haben, finanziell dauernd zu improvisieren.
Was dieses Buch kennzeichnet
📊 Finanzen verstehen wie Daten – statt sie zu fürchten
Ich zeige Wege, wie man mit sehr einfachen Mitteln Strukturen erkennt: Einnahmezyklen, Belastungsspitzen, typische Muster von „guten Monaten“ und „schlechten Monaten“.
Daten sind dabei keine Bedrohung, sondern Orientierung.
💸 Was geistige Arbeit wert ist
Ein Kapitel widmet sich explizit der Frage der Preisfindung – warum intellektuelle Arbeit schwer bepreist werden kann, wie man trotzdem zu stimmigen Modellen kommt, und welche Rolle Selbstwert, Expertise und Erfahrungswissen dabei spielen.
🧩 Strategien für komplexe Systeme
Vom Umgang mit zu vielen kleinen Rechnungen über nachhaltige Angebotsstrukturen bis hin zu realistischen Verhandlungsroutinen: Das Buch ist darauf ausgelegt, Komplexität abzubilden, statt sie zu verschweigen.
🔍 Geisteswissenschaftliche Denkkompetenzen auf Geld anwenden
Historische Analyse, Systemdenken, Kontextsensibilität, Mehrperspektivität – all das können wir. Es ist erstaunlich, wie gut diese Fähigkeiten funktionieren, sobald man sie auf das eigene Finanzleben überträgt.
Inhalt und Aufbau
Der Band ist in fünf große Teile gegliedert:
- Grundlagen & Muster
– Woher kommen Unsicherheit, Scham, Verlegenheit? - Strategien & Ziele
– Wozu und Warum will ich überhaupt Geld? Und wie gehe ich vor, um Geld zu bekommen? - Umsetzen: Vor die Welle kommen
– Wie schaffe ich es, nicht nur den Dispo zurück auf Null zu rocken, sondern im Plus zu leben? - Team
– Wer passt in mein interdisziplinäres Geld-Team? - Mindset und Mentale Gesundheit
– Wie bewältige ich Geld-Stress? Und was ist mit den einfachen Traumlösungen?
Dazu kommen Methoden, die sich im Alltag bewährt haben:
WOOP, Szenarioplanung, Minimaldatenroutinen, Preiskorridore, einfache KI-Nutzungen (ohne das Thema zu überfrachten).
Für wen und warum ich dieses Buch geschrieben habe
Für mich selbst :-). Weil ich nach vielem Grübeln entschieden habe: Armut ist kein Statuswert und auch keine Determination, die mit der Wahl der Studienfächer einhergeht. Wir müssen nicht arm sein, nur weil wir klug sind, damit machen wir die Welt kein bisschen gerechter. 😊 Finanzielle Souveränität an sich ist keine moralische Frage.
Wir brauchen einfach andere Modelle als die, die für lineare Erwerbsbiografien und Ambivalenzen entworfen wurden. Mit dem Buch bilde ich meine Suchbewegung nach diesen Modellen ab und teile die Ergebnisse.
Und darum auch für alle, die weder in klassischen Karrierewegen noch im „Finfluencer“-Narrativ vorkommen:
- Studierende, Promovierende, Postdocs
- Freiberufliche in Kultur, Bildung, Wissenschaft
- Menschen mit Portfolio-Karrieren
- Intellektuelle Dienstleister*innen
- Akademisch Gebildete in beruflichen Übergangssituationen
- Menschen, deren Einkommen flexibler ist als ihr Kalender
Kurz: Für Menschen wie uns.
Vorbestellung
Das Buch erscheint Ende 2025 im Verlag Menne&Töchter als Imprint editionBrotgelehrte.
Bis zum 15.12.2025 gilt der Vorbestellpreis:
16,00 € statt 20,00 €
- 3,00 € Versand
👉 Hier vorbestellen (über Verlag Menne&Töchter)
Zum Schluss ein Dank
Die Brotgelehrte-Reihe wäre ohne die Community nicht möglich gewesen.
Vielen Dank für eure Fragen, eure Zweifel, eure Erfahrungen und eure Bereitschaft, über Themen zu sprechen, die im akademischen Umfeld oft keinen Raum haben.
Ihr habt dieses Buch mitgeschrieben – in gewisser Weise mehr, als euch bewusst ist.
